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  • Autorenbildjulianefunke

Ich bin introvertiert.



Ich zitiere mich hier mal einfach selbst, aus einem Artikel, der vor Kurzem in der freundin erschien und mir unglaublich viel bedeutet: „Ich gab mir Mühe, dazuzugehören, doch oft blieb das Gefühl, nicht ich selbst zu sein und nicht wirklich reinzupassen. Und die Erschöpfung. Denn es ist anstrengend, jemanden darzustellen, der man im Grunde nicht ist. Sehr anstrengend sogar.“


Im Artikel geht’s darum, wie wichtig es ist, dass man sich selbst kennt und akzeptiert, ganz wertfrei. Bei mir selbst war der Aha-Moment eigentlich ein Tiefpunkt: Ich lag nach einem Netzwerk-Termin, bei dem ich mich völlig fehl am Platz und überfordert gefühlt habe, weinend und erschöpft im Bett und habe „kann man Socializing lernen?“ gegoogelt. Über Umwege las ich zum ersten Mal von Intro- und Extraversion und es machte Klick.


Ich bin introvertiert.


Ich habe lange gedacht, schüchtern zu sein und habe mich dazu gezwungen, viel zu unternehmen, lauter zu sein, abenteuerlich. Doch introvertiert hat nichts mit schüchtern zu tun. Es hat nur damit zu tun, wie man äußere Reize verarbeitet und wie man Kraft tankt: Im Austausch mit anderen oder in Ruhe allein.


Dieses Wissen – und das klingt jetzt übertrieben, ist aber wahr – hat mein ganzes Leben verändert. Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch viel mehr darüber schreiben kann. Dieser Artikel, die Recherche dafür und die Interviews mit zwei wundervollen Gesprächspartnerinnen waren erst der Anfang und haben einige Steine ins Rollen gebracht.

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